Wichtig: Aktuelles zur Geflügelpest

UNESCO-STAATENBERICHT-FALKNEREI
5. Dezember 2021

Wichtig: Aktuelles zur Geflügelpest

Seit dem ersten positiven Fall der Geflügelpest bei einem Hausgeflügelbestand in Österreich am 25. November 2021 wurde bei insgesamt 10 Wildvögeln

und einer weiteren Hobbyhaltung (10 Legehennen) die aviäre Influenza (AI) bestätigt. Die betroffenen Wildvögeln beschränkten sich auf die Spezies der Schwäne.
Das bedeutet aber nicht, dass es nur diese Art betrifft.
Wir gehen davon aus, dass das Virus in der Wildvogelpopulation, besonders Wasservögel,  zirkuliert und die Schwäne nur die Spitze des Eisberges darstellen.

In der folgenden Abbildung sehen Sie die aktuellen Risikogebiete eingezeichnet, sowie die einen Abriss der aufgetretenen Fälle.
Auf unserer Homepage www.qgv.at finden Sie unter aktuelle Beiträge dazu eine genaue Auflistung der Bezirke und Gemeinden.

Im Vergleich zu anderen Mitgliedsstaaten der EU ist Österreich bis dato mit einigen wenigen Fällen davon gekommen.
Vor allem im Norden von Deutschland, den Niederlanden und England, aber auch in Italien wurden zahlreiche Fälle im aktuellen Seuchenzug gemeldet.

In Italien sind über  300 Geflügel-Farmen mit insgesamt rund 13 Millionen Tieren betroffen, in Holland wurden seit Weihnachten 550.000 Tiere gekeult
und Ungarn meldet, dass seit Dezember 1,2 Millionen Stück Geflügel erkrankt sind.

Die Zahlen bis 10.Jänner 2022 verdeutlichen, dass ein Ende der Geflügelpest noch nicht in Sicht ist. Daher empfehlen wir Ihnen weiterhin folgende Vorkehrungen zu treffen:

  • Vermeiden Sie den Kontakt Ihrer Tiere zu anderen Wildvögeln.
    Die Volieren und Stallungen müssen so beschaffen sein, dass ein Kontakt zu Wildvögeln, im besonderen Wildwasservögel wie Enten, Gänse aber auch Möwen und andere Greifvögel ausgeschlossen ist.
  • Im Jahr 2021 wurde ein Sperber im Bezirk Korneuburg tot aufgefunden und positiv auf Geflügelpest getestet.
    Möglicherweise hat er sich durch einen tote Möve, Stockente oder einen Höckerschwan infiziert, die zur selben Zeit tot gefunden wurden.
  • Die Volieren sollten auch nach oben hin dicht sein, damit auch kein Kot von Wildvögeln hineingelangen kann.
  • Wildvögel dürfen nicht mit Futter oder Wasser, das für Ihre Vögel bestimmt ist, in Kontakt kommen.
  • Achten Sie besonders auf die Reinigung und Desinfektion Ihrer Volieren, der unmittelbaren Umgebung und Gerätschaften.
  • Melden Sie unbedingt eine starken Abfall der Futter – und Wasseraufnahme, sowie plötzliche Todesfälle Ihrem Tierarzt, Ihrer Tierärztin!
  • Wenn Sie tote Wildvögel auffinden, vermeiden Sie den Kontakt und verständigen den zuständigen Amtstierarzt/Amtstierärztin.

Gerne werden wir Sie darüber informieren, wenn es weitere Entwicklungen zur AI gibt.

Bitte verfolgen Sie unsere regelmäßigen Veröffentlichungen auf www.qgv.at.

Quelle:

Österreichische Qualitätsgeflügelvereinigung (QGV)

Anerkannter Geflügelgesundheitsdienst

Austrian Poultry Health Service

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