West Nile Virus – denkbare Behandlung

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Aktuell können wir unseren Vögeln im Wesentlichen nur bei ihrem Todeskampf gegen das West Nile Virus zusehen und diesen gegebenenfalls verkürzen.

Ein Ansatz einer möglichen Therapieform wurde in der NAFA-Vereinszeitung Hawk Chalk im April veröffentlicht.

Vorab sei klargestellt, dass es sich bei der Veröffentlichung dieses Artikels um keine Therapieempfehlung seitens der ZÖF handelt. Therapieempfehlungen hat der jeweilige Tierarzt zu treffen.

Der Therapievorschlag von Dr. Robinson, Tierärztin an der Waterford Veterinary Clinic in Wisconsin, beruht auf der positiven Erfahrung von NUR drei Tieren, einem Habicht und zwei Rotschwanzbussarden. In den USA werden die Tiere von einem anderen Virusstamm als bei uns befallen. Der Habicht war geimpft. Die Vögel hatten wesentlich gelindere Symptome und mit Diagnose und Therapie wurde schon bei den geringsten Anzeichen (Verweigerung der Futteraufnahme) begonnen. Die Ausgangssituation ist also bei einer allfälligen Therapieentscheidung kritisch zu bewerten. Ein Erfolg alles andere als sicher!

Die Behandlung erfolgte mit einer Kombination von Ivomec und Metacam, Medikamenten die kostengünstig und leicht verfügbar sind. Die Vögel mussten über Kropfsonde zwangsernährt werden, da sie nicht selbständig kröpfen konnten oder wollten.

Mit diesem Therapievorschlag konnte nach meiner Kenntnis erstmalig ein Behandlungserfolg erzielt werden. Dennoch ist er weit davon entfernt als Standardbehandlung in Erwägung gezogen zu werden und ist die Zwangsernährung nicht von jedem Greifvogelhalter durchführbar sondern verlangt besondere Sachkunde. Mein Habicht hatte im Vergleich zu den in den USA beschriebenen Vögeln wesentlich stärkere Symptome. Dennoch hätte ich wohl den Therapieversuch unternommen, leider habe ich die Hawk-Chalk-Aprilausgabe aber nicht gelesen sondern bin erst nach dem Tod des Vogels über Internetrecherchen auf den Beitrag gestoßen.

 

 

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